Camping in der Dreiländerregion

Camping in der Dreiländerregion
Was ist zu beachten?

Caravan

Am Bodensee treffen drei Länder und ein Fürstentum zusammen. Innerhalb kürzester Zeit unterschiedliche Kulturen besuchen zu können, reizt viele Campingurlauber. Verschiedene Länder bringen jedoch auch eigene Gesetze mit sich – auf was sollte man beim Campingurlaub in unserer schönen Region also achten? Wir haben Ihnen wichtige Informationen zusammengestellt, damit beim Urlaub am See auch nichts schief gehen kann. Dieser Beitrag wird laufend aktualisiert und ergänzt. Alle Angaben ohne Gewähr.

Geschwindigkeit Überladen Notrufe

Geschwindigkeitsbegrenzung

Eine der wichtigsten Fragen, die geklärt werden muss, beantworten wir gleich zuerst. Wie schnell darf man in welchem Land und im Fürstentum Liechtenstein fahren? Die Geschwindigkeitsbegrenzungen sind nicht nur abhängig vom Land, sondern auch vom Gewicht des Fahrzeugs. Grundsätzlich gilt, wenn keine weitere Information durch ein Verkehrsschild bekannt ist, folgendes:

Deutschland:

Innerorts:

  • 50 km/h: Grundsätzlich darf innerorts nicht schneller als 50 km/h gefahren werden.

 Landstraßen:

  • 60 km/h: Kfz über 7,5 t, Kfz über 3,5 t mit Anhänger 
  • 80 km/h: Fahrzeuge von 3,5 bis 7,5 t (ausgenommen Pkw), Pkw mit Anhänger, Lkw und Wohnmobile bis 3,5 t mit Anhänger
  • 100 km/h: Pkw, Wohnmobile und andere Kfz bis 3,5 t

  Autobahn:

  • Auf einigen Streckenabschnitten herrscht auf der Autobahn kein Tempolimit.
  • Allerdings gilt dies nur für Pkw und andere Fahrzeuge bis zu einem Gewicht von 3,5 t. Eine Richtgeschwindigkeit von 130 km/h wird empfohlen.
  • 100 km/h: Wohnmobile über 3,5 t bis 7,5 t zulässiges Gesamtgewicht: 100 km/h
  • 80 km/h: Wohnmobile über 7,5 t zulässiges Gesamtgewicht, Pkw mit Anhänger

 Österreich:

Innerorts:

  • 50 km/h: In der Regel darf nicht schneller als 50 km/h gefahren werden.

Freiland:

  • 100 km/h: Motorrad, Kfz und Wohnmobil bis 3,5 t, Gespann mit leichtem Anhänger bis 750 kg.
  • 80 km/h: Gespannt mit allen Anhängern, wenn das Gesamtgewicht 3,5 t nicht übersteigt.
  • 70 km/h: Gespann mit Kfz bis 3,5 t plus Anhänger über 750 kg, Gespann mit Kfz über 3,5 t plus Anhänger, Wohnmobil über 3,5 t

Autostraße:

  • 100 km/h: Kfz bis 3,5 t, Kfz bis 3,5 t + leichter Anhänger, Kfz bis 3,5 t mit allen Anhängern, wenn die Gesamtmasse nicht mehr als 3,5 t beträgt, Wohnmobil bis 3,5 t
  • 80 km/h: Gespann mit Kfz bis 3,5 t plus Anhänger über 750 kg, Gespann mit Kfz über 3,5 t plus Anhänger,
  • 70 km/h: Wohnmobil über 3,5 t

 Autobahn:

  • 130 km/h: Pkw und Wohnmobil bis 3,5 kg
  • 100 km/h: Gespann mit leichtem Anhänger bis 750 kg, Gespann mit allen Anhängern, wenn das Gesamtgewicht 3,5 t nicht überschreitet
  • 80 km/h: Gespann mit Kfz bis 3,5 t plus Anhänger über 750 kg, Gespann mit Kfs über 3,5 t plus Anhänger, Wohnmobil über 3,5 t

Schweiz:

Innerorts:

  • 50 km/h: in der Regel darf hier 50 km/h gefahren werden

Außerorts:

  • 80 km/h: in der Regel darf hier 80 km/h gefahren werden

 Schnellstraßen:

  • 100 km/h: Pkw; Motorrad, Wohnmobil bis 3,5 t, Wohnmobil über 3,5 t

 Autobahnen:

  • 120 km/h: Pkw, Motorrad, Wohnmobil bis 3,5 t
  • 100 km/h: Wohnwagen bis 3,5 t, Gespann bis 3,5 t
  • 80 km/h: Gespann über 3,5 t

Liechtenstein:

Innerorts:

  • 50 km/h: in der Regel darf hier 50 km/h gefahren werden

Außerorts:

  • 80 km/h: gilt für alle Fahrzeuge

 Schnellstraße:

  • 100 km/h: Pkw und Wohnmobile bis 3,5 t, Wohnmobile über 3,5 t
  • 80 km/h: Pkw mit Anhänger

Überladen des Fahrzeugs

Wer kennt es nicht - in den Urlaub würde man am liebsten alles mitnehmen. Wer weiß schon, was man in der schönsten Zeit des Jahres alles gebrauchen kann? Und der gemütliche Wohnwagen bietet auch so viel Platz! Aber aufgepasst: Wer das maximal zulässige Gewicht des Fahrzeugs (eingetragen im Fahrzeugausweis) nicht beachtet, muss z.T. mit hohen Strafen rechnen. Wir klären auf:

Bußgelder Deutschland:

Wer sein Fahrzeug überlädt, muss in Deutschland mit folgenden Bußgeldern rechnen (Kfz/Wohnmobil bis 7,5 t und Anhänger/Caravan bis 2 t zulässigem Gesamtgewicht):

  • ab 5 Prozent Überladung: 10 Euro
  • ab 10 Prozent Überladung: 30 Euro
  • ab 20 Prozent Überladung: 95 Euro und ein Punkt in Flensburg
  • ab 25 Prozent Überladung: 140 Euro und ein Punkt in Flensburg
  • ab 30 Prozent Überladung: 235 Euro und ein Punkt in Flensburg

Bußgelder Österreich:

In Österreich gibt es ein Bußgeld, wenn das Gesamtgewicht mehr als 2 Prozent des erlaubten Gewichts beträgt. (Mindestens 36 Euro, Höchststrafe 2180 Euro)

Bußgelder Schweiz:

  • Bis zu 100kg Mehrgewicht: CHF 100
  • Wohnmobile bis 3.5t mehr als 100kg, aber weniger als 5%: CHF 200 
  • Wohnmobile über 3.5t mehr als 100kg, bis 5%, nicht mehr als 1000kg: CHF 250

Bußgelder Liechtenstein:

  • um nicht mehr als 100 kg: CHF 100
  • bei Fahrzeugen und Fahrzeugkombinationen mit einem Gesamtgewicht bzw. Gesamtzugsgewicht von nicht mehr als 3500 kg, um mehr als 100 kg, aber nicht mehr als 
    5 %: CHF 200 
  • bei Fahrzeugen und Fahrzeugkombinationen mit einem Gesamtgewicht bzw. Gesamtzugsgewicht von mehr als 3500 kg, um mehr als 100 kg, bis 5 %, aber nicht mehr als 1000 kg: CHF 250

Nicht nur um den Geldbeutel zu schonen, sollte man auf das Gesamtgewicht achten. Ein überladenes Fahrzeug verliert seine Fahrstabilität. Es kann in Kurven ausbrechen und benötigt einem längeren Bremsweg, um zum Stehen zum kommen. 

Notrufe

Es schadet nie, die wichtigsten Notrufe ins Handy eingespeichert oder aufgeschrieben zu haben. Im Fall der Fälle hat man diese dann schnell parat. 

Deutschland: Polizei 110 | Feuerwehr und Rettungsdienst  112 | 
Ärztlicher Bereitschaftsdienst: 116117
Österreich: Polizei  133 | Feuerwehr  122 | Rettung  144
Schweiz und Liechtenstein: Polizei  117 | Feuerwehr  118 | Rettung  144

Europaweiter Notruf:  112